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Komponistin Sarah Nemtsov im Gespräch:

KOMPLEXE EINFACHHEIT
SO 12.09. 11:00 Uhr, Innsbruck, Haus der Musik, Großer Saal, Universitätsstr. 1 

Sarah Nemtsov: weggeschliffen für Streichquartett – mit Verstärkung und Effekten ad libitum (2018), ÖEA
Wolfram Schurig: bagatellen für Streichquartett (2018–2021), UA
Malika Kishino: naki-ryu ii für Streichquartett (2018)

Quatuor Diotima:
Yun-Peng Zhao, Violine, Constance Ronzatti, Violine,  Franck Chevalier, Viola, Pierre Morlet, Violoncello

Sarah Nemtsov wurde 1980 in Oldenburg geboren. Sie studierte Komposition in Hannover und Berlin bei Nigel Osborne, Johannes Schöllhorn und Walter Zimmermann (Meisterschülerexamen mit Auszeichnung). Außerdem absolvierte sie ein Oboen-Studium bei Klaus Becker und Burkhard Glaetzner. Nemtsov erhielt zahlreiche Preise, darunter 2012 den Deutschen Musikautorenpreis der GEMA und 2013 den Busoni-Kompositionspreis der Akademie der Künste Berlin, sowie u. a. Stipendien der Villa Serpentara/ Olevano Romano und der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2016 gewann sie den internationalen RicordiLAB Kompositionswettbewerb, 2018 den Oldenburger Kompositionspreis. Sarah Nemtsov arbeitet mit namhaften Ensembles und Orchestern zusammen, darunter Ensemble Adapter, ensemble mosaik, Neue Vocalsolisten Stuttgart, ensemble recherche, Ensemble intercontemporain, Ensemble Accroche note, Mivos Quartett, Ensemble Vortex, Ictus und Klangforum Wien. Ihre Werke werden bei international renommierten Festivals wie Donaueschinger Musiktage, Ultraschall, MaerzMusik, Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik, ECLAT, ISCM Holland Festival, Wien Modern, Klangspuren Schwaz, FRUM Island, Bregenzer Festspiele und Israel Festival aufgeführt. Ihre Kammeroper Herzland (2005) wurde 2011 in einer Neuinstrumentierung an der Bayerischen Staatsoper präsentiert. Ihre abendfüllende Oper L’Absence (2006–2008) nach dem Buch der Fragen von Edmond Jabès gelangte 2012 bei der Münchener Biennale zur Uraufführung. Im März 2017 wurde Nemtsovs Oper Sacrifice (2016) am Theater Halle uraufgeführt und erhielt große Resonanz. 2013 erschien eine Porträt-CD in der Reihe Edition Zeitgenössische Musik des Deutschen Musikrats und 2018 eine weitere Porträt-CD (WERGO). 2014 unterrichtete Sarah Nemtsov Komposition an der Hochschule für Musik Köln und war als Komponistin für „Erfurts Neue Noten“ über die Spielzeit 2014/15 mit Werken in drei Sinfoniekonzerten des Philharmonischen Orchesters Erfurt vertreten. 2018 unterrichtete sie als DAAD-Gastdozentin an der Universität Haifa Komposition. Sarah Nemtsovs Musik ist häufig von der Auseinandersetzung mit Literatur geprägt. Immer wieder versucht sie, die Schwelle zwischen Konzert und Musiktheater auszuloten. Urbanität, Gleichzeitigkeit und chaotische Formen beschäftigen sie in ihren neuesten Kompositionen, in denen auch Elektronik und politische Implikationen eine wichtige Rolle spielen.