04.06.2019 00:49 Alter: 141 days

DO 12.09.

ALONE, ALONE

20:00 Uhr, Innsbruck, Haus der Musik, Großer Saal, Universitätsstr. 1

 

SOLORECITAL 1

Michael Moser, Violoncello (Klangregie: Wolfgang Musil)

 

Peter Ablinger: Kanon für 1 Violoncello + 5 Delays (2017), UA

Helmut Lachenmann: Pression für einen Cellisten (1969)

Wolfram Schurig: fenster für Violoncello solo (2019), UA

Kompositionsauftrag von Klangspuren Schwaz

Michael Maierhof: Splitting 22“ (4-Kanal Audio und 2-Kanal Video, 2003/04)

Peter Ablinger: Das Blaue vom Himmel ür Violoncello und Elektronik (1995-97)

 

 
SOLORECITAL 2

Christian Dierstein, Schlagzeug + Perkussion

 

Mark Andre: S2 für Perkussion (2015)

Alberto Bernal: Impossible translations #3b für Perkussion und Video (2011), ÖE

Morton Feldman: The King of Denmark für Perkussion (1964)

Klaus Lang: octopus für einen Schlagzeuger (2019), UA

Kompositionsauftrag von Klangspuren Schwaz

Rebecca Saunders: Dust (2018), ÖE

 

19:15 Uhr Reinhard Kager im Gespräch mit Wolfram Schurig und Klaus Lang

 

 

Zwei instrumentale Uraufführungen Wolfram Schurigs und Klaus Langs stoßen auf Peter Ablingers rauschenden Kosmos. Was passiert, wenn eine solistische Cellostimme aufgezeichnet und durch Zuspielungen sukzessive kanonisch vervielfacht wird? Richtig, der Solist verschwindet allmählich im „Nebel“ seiner eigenen Klänge. „Unendlichkeit in der Endlichkeit, stetiger Anstieg ohne ans Ziel zu kommen“, schreibt Michael Moser über Ablingers neuen Kanon. Von ähnlich vergeblicher Beharrlichkeit sind die stetig wiederkehrenden Klangfiguren in Schurigs Cello-Solo fenster.

 

Gleichsam verlöschend tönen hingegen einige Stücke im zweiten Solo dieses Abends mit Christian Dierstein: Morton Feldmans Schlagzeug-Klassiker The King of Denmark kommt ebenso wenig martialisch daher wie Klaus Langs octopus, in dem sich rasende Rhythmik in flächigen Klang verwandelt.