KLANGSPUREN SCHWAZ

TIROLER FESTIVAL FÜR NEUE MUSIK

Klangspuren Schwaz
24.05.2018 01:20 Alter: 124 days

DO 20.09.

TRIO AMOS: LANG & LANG

20.00 Uhr, Knappensaal im SZentrum, Andreas-Hofer-Str. 10, Schwaz

 

Klaus Lang

origami. für Flöte, Akkordeon und Violoncello (2011) 14’

tehran dust. für Violoncello und Harmonium (2013) 10’

darkness and freedom. für Flöte, Akkordeon und Violoncello (2016/2017) UA 20’

Bernhard Lang

Monadologie XXI „… for Franz II“ für Flöte, Violoncello und Vierteltonakkordeon (nach Schubert op. 99)  

 

Trio Amos 

Sylvie Lacroix (Flöte)

Michael Moser (Violoncello)

Krassimir Sterev (Akkordeon)

Klaus Lang (Harmonium)

 

19.15 Uhr Einführung: Matthias Osterwold, Künstlerischer Leiter KLANGSPUREN SCHWAZ, im Gespräch mit den Komponisten des Abends

Das Zusammenfinden der drei Instrumente Flöte, Akkordeon und Violoncello und der drei Musiker zur festen Besetzung des Wiener Trio Amos geht auf Bernhard Lang zurück. Er hatte Ende der 1990er Jahre zunächst einen Zyklus aus drei Solo-Stücken Schrift 1, 2 und 3 für diese Instrumente und Musiker geschrieben und komponierte dann 2000 mit Differenz/Wiederholung 3 das erste Werk für diese Besetzung. Seitdem bemüht sich Trio Amos stetig um Erweiterung des Repertoires durch die Anregung von Komponisten, für diese Besetzung zu schreiben.  

 

Klaus Lang und Bernhard Lang zählen zu den führenden Komponisten ihrer Generation in Österreich. Auch international finden sie große Anerkennung. Beide in ihrer Ästhetik so kontroverse Künstler sind seit langem mit KLANGSPUREN verbunden.  

 

Die erste Konzerthälfte präsentiert drei Werke von Klaus Lang. Der Grazer Klaus Lang, geboren 1961, ist ein Meister der Reduktion, der puren Musik mit feinsten klanglichen Objekten. origami. stellt sich den menschlichen Geist als ein mehrfach gefaltetes Stück Papier vor. tehran dust. für Violoncello und Harmonium, das Klaus Lang selbst spielt, ist von einem Aufenthalt im Iran angeregt, der dem Komponisten später ein Einreiseverbot in die USA einbrachte. darkness and freedom. bringt die Uraufführung eines Stücks, das Klaus Lang 2016/2017 für Trio Amos schrieb.  

 

Bernhard Lang, geboren 1957, lebt in Wien: „Monadologie XXI ist die zweite der Schubert-Bearbeitungen in der Monadologie-Serie: die erste bezog sich auf das Es-Dur-Klaviertrio, die vorliegende auf das B-Dur-Trio. Einerseits inspiriert durch meine Schubert-Verehrung..., so kam andererseits die Anregung von Seiten Krassimir Sterevs, der mich mit dem Viertelton-Akkordeon bekannt machte. Das Stück arbeitet, so wie alle Monadologien, mit zellulär-monadischen Ausgangsmaterialien, die dann mittels Granulatoren und zellulären Automaten in chaotische Systeme überführt werden; es ergibt sich eine Art hyper-virtuoser Uhrwerks-Textur...“

 

Radio-Übertragung: Ö1, Zeit-Ton am 01.10., 23.03 Uhr