KLANGSPUREN SCHWAZ

REBECCA SAUNDERS

COMPOSER IN RESIDENCE 2018

 

„Explore!“ und „Enjoy!“ – zwei so ungewöhnliche wie charakteristische Spielanweisungen aus Partituren der englischen Komponistin Rebecca Saunders, freundliche Einladungen zu genau jener entdecker- und spielfreudigen Haltung, wie sie auch die Aktivitäten der INTERNATIONALEN ENSEMBLE MODERN AKADEMIE (IEMA) und von KLANGSPUREN SCHWAZ seit Anbeginn beflügelt hat. „Ich glaube, dass ein Musiker sein Instrument liebt, dass er die Klänge, die er macht, genießt. Gerade das Spiel mit ungewöhnlichen Klängen soll man genießen! Man muss sich nur erst einmal die technischen Möglichkeiten verschaffen, um sich in diesen Raum zu begeben. Aber wenn man dann drin ist und anfängt zu spielen, soll es ein Genuss sein, mit diesen Klängen zu arbeiten. Es macht richtig Spaß, diese neuen Klangräume gemeinsam zu erkunden. Deswegen habe ich auch so lange Arbeitsbeziehungen zu Musikern,“ äußert die Komponistin im Gespräch. Man kann daher von einer idealen Konstellation sprechen, wenn Rebecca Saunders im 25. KLANGSPUREN-Jahr und im 15. Jahrgang der KLANGSPUREN IEMA als Composer in Residence ihr profundes Wissen und ihre musikalische Neugier mit den Studenten der IEMA teilen wird. Die Komponistin wurde 1967 in London geboren, studierte zunächst bei Nigel Osborne in Edinburgh und kam als Stipendiatin nach Deutschland, wo sie bei Wolfgang Rihm in Karlsruhe ihr Studium abschloss. Heute lebt die auch als Lehrerin vielerorts hoch geschätzte Saunders in Berlin und unterrichtet als Professorin für Komposition an der Hochschule für Musik in Hannover. Zu den vielen Ehrungen ihres Schaffens und Wirkens zählen u.a. der Mauricio Kagel Musikpreis 2015 und die Berufung in die Berliner sowie die Sächsische Akademie der Künste. Ihre gut 60 vorliegenden Kompositionen genießen eine starke und weiter wachsende Präsenz auf internationalen Podien und den Spielplänen bedeutender Ensembles und Orchester.  

 

Rebecca Saunders' expressiver Sonorismus speist sich aus der intensiven Erforschung der Klänge, Instrumente und Bewegungsapparate „ko-explorativ“ gesonnener Musiker. So entstanden viele ihrer Werke in enger Zusammenarbeit mit herausragenden Virtuosen unserer Zeit wie der Sängerin Juliet Fraser, der Cellistin Séverine Ballon, dem Trompeter Marco Blaauw oder dem Pianisten Nicolas Hodges. Gegenseitige Bereicherung erbrachte auch die regelmäßige Kooperation mit Klangkörpern wie Ensemble Modern, Ensemble Musikfabrik, Klangforum Wien, Arditti Quartet oder Freiburger Barockorchester. Ihre Musik zeichnet sich durch eine große Vielfalt ungewöhnlicher Spieltechniken, klangfarblicher Nuancen, variabler Raumeindrücke und origineller Texturen aus. Gleichzeitig erweist sich Saunders als Meisterin wirkungsvoller Spannungsverläufe und expansiver Klangarchitekturen. Noch leiseste Randzonen des Klingens dem souveränen Zugriff zu erschließen stellt eine der spannendsten Herausforderungen für die Interpreten ihrer Musik dar. Trotz frappierend getreuer Kodifizierung des akustisch Vernehmbaren im Partiturbild werden hier und da auch bewusst Grenzen überschritten, jenseits derer sich das Klanggeschehen der Kontrolle entzieht. Aus Herausforderung wird hier Ermunterung, der eigenen Experimentierlust zu folgen, aus der Überwindung virtuoser Zwänge glückliche Bereicherung für die sich selbst und einander gebannt lauschenden Musiker – eben im guten Geist des „Explore!“ und „Enjoy!“

Rebecca Saunders @Astrid Ackermann

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KLANGSPUREN Schwaz Tirol
t +43 5242 73582, f -20, info(at)klangspuren.at, www.klangspuren.at
Klangspurengasse 1 / Franz-Ullreich-Straße 8a, 6130 Schwaz / Austria

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