FESTIVALPROGRAMM

Klangspuren Schwaz
05.04.2013 07:59 Alter: 7 yrs

FR, 13.09.

KLANGSPUREN & SPRACHSALZ

NEUE MUSIK UND ROMANTISCHES ERBE
MUSIK UND DICHTUNG / LESUNGEN UND KONZERTE

19.00 Uhr, Parkhotel und Kurhaus Hall, Stadtgraben 17, Hall i. T.

 

Benedikt Hayoz Von innen & außen und darüber hinaus UA
Maxim Seloujanow Das sichtbare Richterscherzo oder 45 musikalische Briefzirkel zur Niederreißung der Venus UA
Nicolas Tzortzis ... de l‘interieur éternel terrestre UA
Balz Trümpy Gesänge der Ferne für Instrumentalensemble ÖE
Wolfgang Rihm Chiffre II (Silence to be beaten)


"Musikalische" Textfragmente von Jean Paul, gelesen von Robert Grass, zusammengestellt von Julia Cloot

 

Ensemble Phoenix Basel

Jürg Henneberger Leitung

 

 

21.20 Uhr, Parkhotel, Saal 1, Thurnfeldgasse 1, Hall i.T.
Hauke Piper Révenant – ein Jazz & Poetry Slam für Sprecher und Tenorsaxophon UA

 

Tobias Christl Sprecher
Andreas Böhlen Saxophon

 

22.00 Uhr, Parkhotel, Saal 1, Thurnfeldgasse 1, Hall i.T.
Alan Kaufman Lesung und Gespräch mit Norbert Gstrein

 

 

Die Werke von Tzortsis (1. Preis), Hayoz (2. Preis) und Seloujanow (Aufführungsempfehlung) wurden ausgezeichnet beim Kompositionswettbewerb "Wäre ich ein Ton. Jean Paul 2013", mit freundlicher Unterstützung von den Bayerischen Kulturfonds und der Oberfrankenstiftung


Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung

Am zweiten Tag von Klangspuren wird ein gemeinsam mit dem Literaturfestival Sprachsalz im Kursaal Hall geplantes Programm mit Lesungen und Musik im Kontext „Neue Musik und Romantik“ geboten. Im Zentrum des Musikprogramms stehen vier Uraufführungen von Werken, die im Rahmen des Kompositionswettbewerbs „Wär ich ein Ton. Jean Paul 2013“ anlässlich des 250. Geburtstags des hochmusikalischen Dichters ausgezeichnet wurden. Das Ensemble Phoenix aus Basel spielt ein mit dem 1. Preis gekröntes Werk von Nicolas Tzortzis, einem jungen griechischstämmigen Komponisten aus Paris – fein gesponnene, komplexe, nervös geladene Musik –, ein Werk (2. Preis) des jungen Westschweizers Benedikt Hayoz, in dem Textfragmente aus Jean Pauls „Die Tonkunst als das höchste Echo“ und immer wieder musikalische Zitate von Robert Schumann („Papillons“, „Geister-Variationen“) eingeflochten sind. Maxim Seloujanow geht in seiner witzigen labyrinthischen Raummusik unmittelbar auf Jean Paul ein, indem er die Instrumentalisten reihum kurze Paul-Texte sprechen lässt. Das Stück „Gesänge der Ferne“ des Schweizers Balz Trümpy ist von einem der Romantik nahen fließenden Gestus getragen, während Wolfgang Rihms „Chiffre II“ geradezu vor expressiver Energie und vorwärts drängendem Impuls zu explodieren scheint. Der in Friesland lebende Hauke Piper hat für den Kompositionswettbewerb ein sehr originelles Stück geschrieben – eine Mischung aus Manga Cartoon, Jean Paul als Slam Poet und zwölftöniger Improvisation.


Rubrik: events Festival zeitg. musik