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SO 12.09.
20:00 Uhr, Innsbruck, Haus der Musik, Großer Saal, Universitätsstr. 1
€ 23

IEMA IN CONCERT

Adriana Hölszky: Tragödia (Der unsichtbare Raum) 
für Ensemble mit Zuspielung und Live-Elektronik (1996–1997), ÖEA, 60’

TeilnehmerInnen der International Ensemble Modern Academy
Klangregie: Otto Kränzler
Dirigent: Johannes Kalitzke

Vom ersten Akkord an liegt eine düstere Stimmung über dem Stück. Irgendetwas Furchtbares muss passiert sein, signalisiert die Musik. Und ausschließlich sie. Denn Adriana Hölszkys Tragödia ist ein Theater ohne Worte, ein Musiktheater ohne Singstimmen, eine imaginäre Handlung, die sich nur in den Köpfen der ZuhörerInnen durch die assoziations- und gestenreiche Musik Hölszkys zusammensetzt. Mit Tragödia schuf Hölszky 1996/97 ein ,instrumentales Musiktheater‘, das – auf den Spuren von John Cage und dessen Imaginary Landscapes – trotz des Verzichts auf die menschliche Stimme über eminent theatralische Qualitäten verfügt. Und über einen erweiterten akustischen Raum, der durch die achtkanalige Zuspielung einer elektronischen Tonspur erzeugt wird. Unter der Leitung von Johannes Kalitzke nimmt sich die International Ensemble Modern Academy (IEMA) mit Tragödia ausnahmsweise nur ein einziges, doch über sechzigminütiges Stück vor, das die jungen MusikerInnen vor außergewöhnliche Aufgaben stellt. Denn sie müssen nicht nur ihre angestammten Instrumente spielen, sondern auch Rasseln, Zimbeln oder Waldteufel, um Hölszkys Stück  ambivalente Stimmungen zu verleihen. Ein spannendes Klangabenteuer.


Mit Unterstützung von: Ernst von Siemens Musikstiftung, Stadt Schwaz, Stadt Innsbruck und Innsbruck Tourismus