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SA 11.09.
20:00 Uhr, Innsbruck, Haus der Musik, Großer Saal, Universitätsstr. 1
€ 23

IN AN ORIENTAL MOOD

Gerhard E. Winkler: Transitions (Anamorph XVIII) für westliches und arabisches Instrumentalensemble sowie Elektronik (2020), UA, ca. 25’
Kompositionsauftrag von Klangspuren Schwaz, gefördert vom SKE-Fonds
Adriana Hölszky: Hängebrücken. Doppelquartett an Schubert, Streichquartett II (1989–1990), ÖEA, ca. 20’
Hossam Mahmoud: Verschränkung 2 für Stimme, Ney, Percussion (arabisch und europäisch), Bassflöte, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass (2020–2021), UA, ca. 25’
Kompositionsauftrag von Klangspuren Schwaz, gefördert vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport sowie vom SKE-Fonds 

Bernadette Furch, Alt, Mohamad Fityan, Nay, Salah Eddin Maraqa, Qanun,
Elias Aboud, arabische Percussion
Ensemble PHACE

19:15 Uhr, Konzerteinführung im Großen Saal: Gunter Schneider im Gespräch mit Gerhard E. Winkler und Hossam Mahmoud

Der Reiz außereuropäischer Musik besteht bereits seit Jahrhunderten. Doch zumeist wurde sie nur als exotisches Kolorit für durch und durch westliche Musik verwendet. Dies änderte sich erst in der Musik des späten 20. Jahrhunderts. Friedrich Cerha und der Schweizer Klaus Huber schufen nach intensiver Beschäftigung mit den arabischen Maqamat, den mikrotonalen harmonischen und melodischen Elementen der orientalischen Musik, eine ganze Reihe von Werken, in denen die europäische Musiktradition mit der arabischen in einen kreativen Dialog tritt. Daran knüpfen auch Gerhard E. Winkler und der aus Ägypten stammende Wahl-Salzburger Hossam Mahmoud in ihren Auftragswerken an. Bindeglieder zwischen den beiden Kulturen sind nicht nur die (von syrischen Musikern gespielten) arabischen Instrumente, sondern auch die kompositorischen Techniken. In seinem Stück Verschränkung 2 geht Mahmoud sogar so weit, die Musiker durch eine spezielle Notation miteinander zu vernetzen. Dass zwischen dieser Begegnung der Kulturen mit Adriana Hölszkys Streichquartett Hänge- brücken eine verborgene Reminiszenz an Franz Schubert steht, ist nicht bloß ein süffisantes Aperçu.