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FR 11.09.
20:00 Uhr, Schwaz, SZentrum, Silbersaal, Andreas-Hofer-Str. 10
€ 18

Eröffnungskonzert

Hannes Kerschbaumer: schiefer für Orchester (2017), 7'
Adriana Hölszky: Apeiron, Konzert für Violine und Streicher (2018), ÖE , 27'
Gerd Kühr: Música pura. Fünf Sätze für Ensemble (2010/2011)
Mit vier Interludien: Three Instrumental Motets, arrangiert nach schottischen Originalen
aus dem 16. Jahrhundert von Peter Maxwell Davies (1973–1977), 16’
Guillaume de Machaut: Hoquetus David, Bearbeitung von Harrison Birtwistle (1969), 4’


Tiroler Symphonieorchester Innsbruck
Martin Mumelter, Violine
Titus Engel, Dirigent

Ein langes Diminuendo als Reaktion auf den Lockdown: Nicht nur wird die Orchesterbesetzung dieses Eröffnungskonzerts immer kleiner, sondern auch die Musik immer verhaltener, stiller. Gesteinsspezialist Hannes Kerschbaumer schürft diesmal nach Schiefer, und in der Tat arbeitet er in seinem gleichnamigen Orchesterstück mit klanglichen Schichtungen, die an die Sedimentüberlagerungen des Gesteins erinnern. Abgelöst werden diese flächigen Klänge von den klaren Strukturen in Adriana Hölszkys nur von siebzehn Streichern begleitetem Violinkonzert Apeiron, das zu einer Wiederbegegnung mit dem Tiroler Geiger Martin Mumelter führt. Und am Ende spielen nur noch fünfzehn MusikerInnen in einem Stück, das mit dem „reinen“ Klang experimentiert: Keine äußerliche Expressivität oder gar ein rhythmisches Feuerwerk bestimmen Gerd Kührs Música pura, die ihre Kraft vielmehr aus dem Inneren der Klänge schöpft. Und damit die Räume öffnet für dringend nötige Reflexionen.

Radio-Übertragung: Ö1, Zeit-Ton am 15.09.2020, 23:03 Uhr