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SA, 10.09.

ENSEMBLE MOSAIK

DISKRETE MASCHINEN
SA 10.09. 20.00 Uhr, Treibhaus, Turm, Angerzellgasse 8, Innsbruck

Carlos Sandoval AntiLego 1 (2015)

for Keyboard and Video
Mauro Lanza / Andrea Valle Regnum vegetabile (2014)

für Sextett und elektromechanische Apparate
Carlos Sandoval AntiLego 2 (2015)

für Oboe, Violine und Video
Alexander Schubert Point Ones (2012)

für erweiterten Dirigenten, kleines Ensemble und Live-Elektronik
Enno Poppe Rad (2003)

für zwei Keyboards
Carlos Sandoval AntiLego 3 (2015) für Klarinette, Viola und Video
Orm Finnendahl AST (2015)

für 6 Instrumentalisten, 32 selbstspielende elektromechanische Schlaginstrumente, Live-Elektronik und Zuspiel
Enno Poppe Dirigent
Ernst Surberg / Sebastian Berweck Keyboard

Das in Berlin beheimatete ensemble mosaik ist das „Hausensemble“ des diesjährigen Composer in Residence Enno Poppe. Es wurde 1997 auf Initiative junger Berliner Instrumentalisten und Komponisten gegründet. Seit 1998 wird es geleitet von Enno Poppe. Das Ensemble hat sich als besonders vielseitige und experimentierfreudige Formation zu einem der renommiertesten Ensembles für neue Musik in Deutschland entwickelt und ist auch international mit thematischen Programmen sehr erfolgreich – ein Pionierprojekt neuer Ensemblekultur.  Das Konzert von ensemble mosaik steht unter dem Titel Diskrete Maschinen und wird speziell für die baulichen Gegebenheiten im Turm des TREIBHAUS in Innsbruck adaptiert. Diskrete Maschinen umfasst Arbeiten, für welche die Komponisten Klangobjekte geschaffen haben, deren sinnliche Präsenz über ihre klanglichen Funktionen hinausweist – Kammermusik mit Maschinen, ein performatives Wechselspiel von akustischen und visuellen Gestalten. Der Reiz mechanischer Konstruktionen, das nostalgische Spiel mit scheinbar sinnlosen Apparaten kontrastiert mit digitalen Geräten, deren baldige Historizität ihnen schon eingeschrieben ist. Mauro Lanza und Andrea Valle präparieren das traditionelle Instrumentarium und kombinieren die detailliert erforschten Klänge mit einer computergesteuerten und föhnbetriebenen Orgel aus Blockflöten, Mundharmonikas und diversen Tröten. Alexander Schubert lässt den Dirigenten über Bewegungssensoren nicht nur die Instrumentalisten, sondern auch die Live-Elektronik steuern. Dabei entwirft er ein amüsantes Vexierspiel zwischen Klang und Bewegung. Enno Poppe erweitert die Möglichkeiten zweier Pianisten durch speziell programmierte Keyboards mit bis zu 32-stufigen Mikrointervallen, unspielbaren Intervallsprüngen bzw. Akkordtechniken in rasanten Tempi. Orm Finnendahl stellt in AST den Instrumentalisten 32 für dieses Werk entwickelte elektromechanische Schlaginstrumente gegenüber. Die drei ANTILEGOS des mexikanischen Komponisten Carlos Sandoval funktionieren als kurze Breaks mit Solo- bzw. Duo-Miniaturen im Wechselspiel von Videos und Instrumentalisten.

Mit Unterstützung der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten – Berlin