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DO, 24.09.

KLANGSPUREN & EXPO MILANO

Kirche St. Martin, Christoph-Anton- Mayr-Weg 7, Schwaz

19.30 Uhr

Einführung: Michael Zwenzner, Musikpublizist, im Gespräch mit Klaus Lang

20.00 Uhr

Tristan Murail aus dem Zyklus Portulan
Salvatore Sciarrino Introduzione all‘oscuro
Klaus Lang hungrige sterne.
Georg Friedrich Haas Anachronism ÖEA

oenm. österreichisches ensemble für neue musik
Andrea Pestalozza Dirigent

Koproduktion KLANGSPUREN und MILANO MUSICA im Rahmen des österreichischen Kulturprogramms für EXPO MILANO 2015

Ein Programm großer klanglicher wie dynamischer Gegensätze bietet dem KLANGSPUREN-Besucher das österreichische ensemble für neue musik, das – vor genau 40 Jahren in Salzburg gegründet – zu den ersten Formationen seiner Art in ganz Europa zählt. Das Ensemble wurde im Rahmen des österreichischen Kulturprogramms zur Mailänder EXPO 2015 eingeladen, Werke italienischer und österreichischer Komponisten vorzustellen. Für das Konzert in Schwaz hat das oenm zusätzlich drei von bisher sieben Teilen des Portulan-Zyklus (1998-2011) von Tristan Murail einstudiert. Murail zählte in den 1970er Jahren zu den Begründern der musique spectrale und damit zu einer Gruppe unermüdlicher Klangforscher, die die natürlich gegebenen Obertonspektren der Klänge zum zentralen Ausgangspunkt ihres Komponierens machten. Dabei werden diese Klänge bei Murail mit größtem Gestaltungsreichtum auch durch manche Turbulenzen geführt. Seit den 1990er Jahren zählt Salvatore Sciarrino zu den international bedeutendsten Komponisten der Gegenwart, doch bereits im von Stille durchsetzten Panorama kleiner bis kleinster Klangereignisse seines Introduzione all'oscuro von 1981 war sein charakteristischer Stil zur vollen Blüte gelangt. Wo Sciarrino die Töne durch Geräuschhaftes oder starkes Vibratospiel fast durchwegs verschleiert, arbeitet Georg Friedrich Haas in Anachronism (2013) mit einer für ihn typischen Harmonik aus diskret wahrnehmbaren Viertel- und Sechsteltönen und verbindet diese auf ebenso überraschende wie unerbittliche Weise mit den repetitiven Techniken des Minimalismus. Klaus Lang wiederum entführt den Zuhörer in eine extrem leise Welt feinster Tonhöhendifferenzen und subtil changierender Streicher-Klangflächen, aus welchen sich mehrmals fast unmerklich ein archaischer Zwiegesang von Horn und Klarinette erhebt – faszinierende musikalische "arte povera"

Koproduktion KLANGSPUREN SCHWAZ und MILANO MUSICA im Rahmen des österreichischen Kulturprogramms für EXPO MILANO 2015