KLANGSPUREN SCHWAZ

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Klangspuren Schwaz
24.05.2018 00:43 Age: 86 days

SO 09.09.

QUATUOR DIOTIMA

19.30 Uhr, Kirche St. Martin, Christoph-Anton-Mayr-Weg 7 Schwaz

 

Jean-Luc Hervé Quatuor à cordes (2018) UA 10’

Kompositionsauftrag KLANGSPUREN SCHWAZ 

Rebecca Saunders Unbreathed (2018) ÖEA 21’

Kompositionsauftrag Wigmore Hall mit Unterstützung von André Hoffmann (Präsident der Foundation Hoffmann), The Dina Koston and Roger Shapiro Fund in the Library of Congress, ECLAT Stuttgart, Festival Musica Strasbourg, Philharmonie Luxembourg, KLANGSPUREN SCHWAZ, November Music s’-Hertogenbosch 

Arturo Fuentes Ice reflection (2014) UA 13’

Thomas Larcher lucid dreams – 4. Streichquartett (2015) 27’

 

Quatuor Diotima 

Yun-Peng Zhao (Violine)

Constance Ronzetti (Violine)

Franck Chevalier (Viola)

Pierre Morlet (Violoncello)

 

Nach dem Konzert Bus-Transfer zum SZentrum

 

 

Quatuor Diotima aus Paris gehört nicht nur zu den weltweit führenden Streichquartetten für neue Musik, sondern überzeugt auch durch exzellente Interpretationen von Werken „historischer“ Musik und „klassischer“ Moderne, etwa von Beethoven, Schubert, Janáček oder Bartók. Seit langem besteht eine herzliche Verbindung des Quartetts mit KLANGSPUREN.  

 

Rebecca Saunders’ jüngstes Streichquartett Unbreathed – ein Ko-Auftrag von KLANGSPUREN – wurde im Januar 2018 in London uraufgeführt. Das von Mikrointervallik geprägte Werk überrascht mit einer energisch vorantreibenden Dynamik, wie sie in jüngerer Zeit bei Saunders selten zu finden war – es ist buchstäblich atemberaubende Musik, wo doch „unbreathed“ so etwas meint wie „unausgesprochen“, „zurückgehalten“, „angehaucht“, „still“, „abwesend“ – eine Dialektik der Gegensätze, die bereits in den der Partitur vorangestellten Epigraphen von Samuel Beckett, Haruki Murakami und Ed Atkins verdeutlicht wird. Mit der Aufführung des bislang letzten, vierten Streichquartetts von Thomas Larcher kehrt nach längerer Zeit die Musik des Gründers von KLANGSPUREN in das Festival zurück. Larcher bedient sich in seinem bislang umfangreichsten Kammermusikwerk der klassischen viersätzigen Form Schnell – Langsam – Scherzo – Finale und verzichtet weitgehend auf unkonventionelle Spieltechniken. Jeder Satz ist dem Andenken an eine während des Entstehungsprozesses des Werkes verstorbenen Person gewidmet. Das Konzert wird eröffnet mit einer Uraufführung des in Paris lebenden Jean-Luc Hervé, der u.a. bei Gérard Grisey studierte. Hervé schreibt eine „spektral“ gefärbte komplexe Musik voller klangsinnlicher Gestik. Ebenfalls von der natürlichen Harmonik der Obertonreihe geprägt ist das Streichquartett Ice reflection des in Hall lebenden Mexikaners Arturo Fuentes. Das Werk wird in seinem hellen, luziden und kristallinen Klangbild seinem Titel wahrlich gerecht. Es erlebt seine Live-Uraufführung, nachdem es bereits von Quatuor Diotima für CD eingespielt wurde.