KLANGSPUREN SCHWAZ

TIROL NEW MUSIC FESTIVAL

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Klangspuren Schwaz
23.05.2018 16:11 Age: 87 days

SO 09.09.

ACADEMY IN CONCERT II

11.00 Uhr, Vier und Einzig, Hallerstr. 41, Innsbruck

 

Rebecca Saunders Into the blue für Klarinette, Fagott, Klavier, Perkussion, Violoncello, Kontrabass (1996) 13’

Edgard Varèse Octandre für acht Instrumente (1923) 8’

Harrison Birtwistle Silbury Air für Ensemble (1977) 15’

Vito Žuraj Quadriptych für Ensemble (2008) 22’

Elliott Carter Asko Concerto für Ensemble (1999-2000) 12’

 

Teilnehmer und Teilnehmerinnen der KLANGSPUREN INTERNATIONAL

ENSEMBLE MODERN ACADEMY

Jonathan Stockhammer Dirigent

 

 

 

Das zweite Akademie-Abschlusskonzert findet als Matinée im Vier und Einzig statt, ein mit KLANGSPUREN seit seiner Gründung 2013 eng verbundener, privat betriebener schöner Veranstaltungsort im östlichen Innsbruck. Auf dem Programm stehen dirigierte Werke für verschieden zusammengesetzte Ensembles, die ein Panorama zeitgenössischen Komponierens abbilden. Sie sind zwischen 1977 und 2008 entstanden, allerdings mit dem Ausreißer Octandre von Edgard Varèse – eine Ikone der „klassischen Moderne“ von 1923, geschrieben von einem bahnbrechenden, revolutionären Komponisten. Von Composer in Residence Rebecca Saunders wird das relativ frühe Into the blue aufgeführt, das der Komponistin nach der Uraufführung 1998 bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik eine Art Durchbruch bescherte. Der heute 83-jährige Harrison Birtwistle ist so etwas wie der Doyen unter den lebenden britischen Komponisten. Sein Werk Silbury Air bezieht sich assoziativ als „imaginäre“ musikalische Landschaft auf den in Südengland gelegenen Silbury Hill, den größten prähistorischen künstlichen Hügel in Europa. Der 1979 geborene Slowene Vito Žuraj besticht durch eine eigentümliche Balance zwischen struktureller Stringenz und beißendem Witz. Sein viersätziges Werk Quadriptych von 2008 markiert so etwas wie die Emanzipation von seinem langjährigen Lehrer Wolfgang Rihm. Das Programm endet mit Asko Concerto, einem dem Asko Ensemble in Amsterdam gewidmeten späten Meisterwerk des Amerikaners Elliott Carter, der 2012 im Alter von fast 104 Jahren starb.