FESTIVAL 2020

Galt der Motivkreis des Festivals Klangspuren im Jahr 2019 vor allem der kritischen Reflexion von virulenten Problemen, wie den Spaltungstendenzen unserer Gesellschaft und der unübersehbaren Klimakatastrophe, so wird sich das Programm 2020 stärker darauf konzentrieren, Auswege aus den Krisen der Gegenwart zu skizzieren. Daher folgt auf das letztjährige Motto Risse als Leitgedanke des Jahrgangs 2020 Transitions. Anstelle des künstlich Trennenden soll nun das alle Menschen Verbindende fokussiert werden, um innermusikalisch zu demonstrieren, dass Übergänge auch dort geschaffen werden können, wo sie vordergründig unmöglich erscheinen.

Mittels unorthodoxer musikalischer Verbindungen wird das Festivalprogramm 2020 ex-emplarisch zeigen, dass es gerade hybride Formen des Lebens und Kunstschaffens sind, die sich befruchtend auswirken können. Die symbolischen „Brücken“ verbinden dabei sehr verschiedene „Ufer“: die klassische, komponierte Musik mit experimentellen Improvisationen, die so genannte E-Musik mit Elementen aus der U-Musik oder der lokalen Volksmusik und schließlich auch die europäisch-westliche Musiktradition mit orientalischen Musikkulturen. Begleitet wird dieses Programm fluktuierender Übergänge von zwei Artists in Residence, die selbst für den Einsatz genreübergreifender Mittel bekannt geworden sind: Adriana Hölszky (Komposition) und Frank Gratkowski (Improvisation).

ACADEMY 2020

IMPROV #1–#3

 

Transitions – dem Thema der Klangspuren 2020 folgt auch die Improvisationsschiene des Tiroler Festivals: Fluktuierende Übergänge zwischen komponierter und improvisierter Musik, zwischen elektronischen und instrumentalen Klängen bestimmen drei hochkarätig besetzte Tage

(17.09.–20.09.2020) rund um Frank Gratkowski, den Improviser in Residence der International Ensemble Modern Academy (IEMA).

Das komplette Programm von Improv #1–#3 finden Sie hier

ADRIANA HOELSZKY COMPOSER 2020

FRANK GRATKOWSKI IMPROVISER 2020