KLANGSPUREN SCHWAZ

TIROLER FESTIVAL FÜR NEUE MUSIK

STIMMUNGEN

Klangspuren Schwaz
29.05.2015 17:52 Alter: 363 days

SA, 12.09.

LATE NITE LOUNGE

ARNOLD DREYBLATT & THE ORCHESTRA OF EXCITED STRINGS

22.00 Uhr, p.m.k., Viaduktbogen 19-20, Innsbruck

 

Nodal Excitation
für „Excited String Bass“ solo
Spedition, Fast in Place, Odd Shuffle, Sustain, Name Game
für vier Musiker („The Orchestra of Excited Strings“)

 

Arnold Dreyblatt „Excited String Bass“ / Elektronik
Konrad Sprenger (Jörg Hiller) Perkussion / digital gesteuerte E-Gitarre
Joachim Schütz Modifizerte E-Gitarre
Robin Hayward Mikrotonale Tuba

KICK-OFF

Battle-ax Viola Music Performance

Das von dem seit 1984 in Berlin lebenden Amerikaner Arnold Dreyblatt formierte Ensemble The Orchestra of Excited Strings bewegt sich mit seinen selbstentwickelten Instrumenten und erweiterten Spieltechniken im Crossover von Minimal, Krautrock und experimenteller Elektronik. Arnold Dreyblatt studierte bei Pauline Oliveros, La Monte Young und Alvin Lucier. Ende der 1970er Jahre begann er, Instrumente zu bauen bzw. zu modifizieren und spezielle Spieltechniken zu erarbeiten. Die „Band“, die in ihrer jetzigen Besetzung 2009 gebildet wurde, spielt in einem 20-tönigen System reiner Stimmung auf der Basis des 3., 5., 7., 9. und 11. Obertons. Arnold Dreyblatt selbst bedient seinen Excited Strings Bass: ein Kontrabass, mit stählernen Klaviersaiten bespannt, der halb gestrichen und geschlagen wird; Tonhöhenveränderungen werden nicht wie üblich auf den Saiten abgegriffen, sondern geschehen lediglich in der Obertonstruktur, indem verschiedene Schwingungsknoten der Saiten angeregt werden (Nodal Excitation). Jörg Hiller spielt seine digital gesteuerte Motor-Guitar, Joachim Schütz ist an der modifizierten E-Gitarre zu hören und Robin Hayward an seiner einzigartigen mikrotonalen Tuba. Gespielt werden neue wie auch frühe experimentelle Solo- und Ensemblestücke.

 

Battle-ax: historische Kriegswaffe, Label für offensive feministische Aktivistinnen und Namenswortspiel – das ist ihr musikalischer Kampfname: Beatrix Curran, in Wien lebende Australierin, bewegt sich geschmeidig zwischen Music Performance mit Bratsche, Stimme, Geste, Body und Electronics und bildnerisch-fotografischer Arbeit (ihre Foto-Text-Serie 4VS ist in der Galerie der Stadt Schwaz zu sehen – der Titel ist die verschlüsselte Abkürzung für „4. Wiener Schule“, zu der Curran die aktuelle Club-Szene Wiens zählt). Als Battle-ax spielt Beatrix Curran solistisch improvisierend auf der Bratsche und verfremdet den Klang mithilfe spezieller Spieltechniken und Effektgeräte in einem Spannungsfeld zwischen Elementen des Barocks und experimenteller Noise Music. 


Rubrik: events Festival zeitg. musik