KLANGSPUREN SCHWAZ

TIROL NEW MUSIC FESTIVAL

YOUNG STARS. COMIC. CARTOON. GRAFFITI.

Klangspuren Schwaz
22.04.2014 14:17 Age: 3 yrs

DO, 11.09.

KLANGSPUREN FESTIVAL ERÖFFNUNG 2014

19.30 Uhr, Foyer im SZentrum, Andreas-Hofer-Str. 10, Schwaz

Begrüßung: Matthias Osterwold, Künstlerischer Leiter der KLANGSPUREN, stellt die Komponisten des Abends vor

 

ERÖFFNUNGSKONZERT

20.00 Uhr, Silbersaal im SZentrum, Andreas-Hofer-Str. 10, Schwaz

 

Bernhard Gander fourchanniballads für Orchester (2013) ÖE

Joanna Wozny Archipel (2008/2014) ÖE
Hans Abrahamsen Stratifications (1973-1975) ÖE
Hans Abrahamsen Choral für Luigi Nono (2014) UA
Christian Winther Christensen Chromatische Weltmusik (ohne fremde Elemente) für Violoncello, Akkordeon und Orchester (2013) UA

 

Tiroler Symphonieorchester Innsbruck
Francesco Angelico Dirigent
Bjarke Mogensen Akkordeon
Toke Møldrup Violoncello

Gutem Brauch gemäß eröffnet das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, geleitet von seinem neuen jungen Chefdirigenten Francesco Angelico, das Eröffnungskonzert von KLANGSPUREN Schwaz 2014. Das Programm stellt Werke zweier dänischer Komponisten Werken des aus Osttirol stammenden Bernhard Gander und der seit vielen Jahren in Graz lebenden polnischen Komponistin Joanna Wozny gegenüber. Wozny geht von den texturalen Eigenschaften einzelner Klanggebilde aus, die sie in delikat abgestimmten Schritten fortentwickelt, so auch in „Archipel“ für großes Orchester von 2008 – eine Musik der Spannung zwischen akkordischen „Inseln“ und dem „Meer der Stille“ zwischen ihnen. „fourchanniballads“ von Bernhard Gander bildet den fulminanten Auftakt des Konzerts. Inspiriert von Heavy Metal-Rock wird in vier knappen Sätzen eine Art musikalischer Kannibalismus betrieben, das Individuelle vom kollektiven Orchesterapparat geschluckt: „four...orchestra...Orkan...cannibal...ballads“. Das Werk nimmt Bezug auf „Take Death“ von 2013, das am 13.09. vom Ensemble Modern aufgeführt wird, sowie auf das Quintett „Ö“ von 2005, aufgeführt vom TENM am 27.09., mit dem Gander seine Auseinandersetzung mit dem Idiom von Heavy Metal beginnt. Zwei Uraufführungen bilden das Zentrum des Konzerts. Christian Winther Christensen legt in „Chromatische Weltmusik“ das Orchester wie einen fein gewebten Mantel um die Soloinstrumente Violoncello und Akkordeon. Mit der Probenaufnahme dieses Werks gewann er den 3. Preis beim diesjährigen International Rostrum of Composers der öffentlichen Rundfunkanstalten. Hans Abrahamsen, der große dänische Komponist und Composer in Residence der KLANGSPUREN Internationale Ensemble Modern Akademie 2014, extrahiert in „Choral für Luigi Nono“ die oberen Töne aus Nonos „Polifonica – Monodia – Ritmica“ und formt daraus einen Trauergesang. „Stratifications“, komponiert zwischen 1973 und 1975, ist ein frühes Werk des 1952 geborenen Komponisten. Es zeigt bereits typische Merkmale seiner Musik: raffinierte, komplexe Einfachheit, metrische und polyphone Mehrschichtigkeit; einzelne musikalische Bilder schieben sich übereinander in großer Eindringlichkeit.

 

Mit Unterstützung von The Danish Arts Foundation und SNYK


Category: events Festival zeitg. musik